Baguette – Weißbrot in seiner ganzen Vielfalt

Das Baguette stammt ursprünglich aus Österreich, was man nicht vermuten würde. Als die Dampföfen aufkamen, wurde das Baguette geboren. Ein Aussiedler brachte das erste Rezept mit nach Frankreich. Das Baguette ist ein langes Weißbrot, welches eine knusprige Kruste besitzt. Es ist eine typische Brotsorte aus Frankreich, die man in jeder Boulangerie kaufen kann.

Kein einheitliches Rezept

Die Franzosen essen das Baguette zu fast allem. Zum Frühstück, zum Eintopf oder als kleine Appetithäppchen, belegt mit Käse oder Wurst. Wörtlich übersetzt heißt Baguette Stöckchen, was man schon an der Form erkennen kann. Die Krume des Baguettes sieht sehr grobporig aus, was aber auf eine ausgezeichnete Qualität hindeutet. Dieser Effekt tritt auf, da der Teig bei der Verarbeitung recht kühl gehalten wird und wenig Hefe verarbeitet wird. Die Herstellung eines Baguettes ist denkbar einfach. In Frankreich wird das Mehl der Typenbezeichnung T65 benutzt. Bei uns in Deutschland das 550er Mehl. Ein einheitliches Baguette Rezept gibt es in dem Sinne nicht. Jeder Bäcker in Frankreich backt nach überlieferter Tradition, sodass man viele verschiedene Baguette Sorten probieren kann. Die Hauptbestandteile sind aber immer Weizenmehl, Wasser und Hefe. Verschieden Gewürze können beigemischt sein. Der Teig muss vor dem Backen sehr lange ruhen. Das verleiht dem Baguette später eine goldgelbe und kräftige Kruste und einen einzigartigen Geschmack.

Verschiedene Varianten

Es gibt unzählige Varianten, wie ein Baguette hergestellt werden kann. Manche Bäcker nehmen kein Weizenmehl, sondern greifen auf Dinkelmehl zurück. Dadurch entsteht ein dunkles Baguette mit einem fein herben Geschmack. Auch Zwiebeln können ein Baguette verfeinern und geben ihm eine kräftige Note, zu dem am besten Käse schmeckt. In Spanien zum Beispiel heißt das Baguette Barra, wird aber auf die gleiche Art und Weise hergestellt. Roggenmehl Baguettes stehen in Deutschland ganz hoch im Kurs und werden dem Weizenmehl Baguette vorgezogen. Belegen kann man die Roggenbaguettes sehr gut mit Aufschnitt oder Frischkäse, was besonders gut schmeckt. Auch verschiedene Körnersorten, wie Kürbiskerne oder Leinsamkerne, können hinzugefügt werden und bieten dem Körper einen fantastischen Nährwert an.

Baguette kann zu allem gegessen werden

Der Name Baguette ist rechtlich nicht geschützt. Deswegen kann jeder die Baguettes so herstellen, wie er es für richtig hält. Weitere Bezeichnungen sind unter anderem das Pariserbrot, Stangenbrot oder Partystange, die auch mit einer Käsekruste angeboten werden. Zu einer Suppe oder einem Eintopf eine ideale Ergänzung. In Frankreich bekommen Sie verschiedene Varianten des Baguettes angeboten. Das normale Baguette mit einer Länge von etwa sechzig Zentimetern, die Flute, die doppelt so dick oder doppelt so lang ist, das Pain, welches dicker ist, das Boule oder das Ficelle. Das Baguette kann auf die unterschiedlichsten Arten gegessen werden. Man kann ein Baguette der Länge nach aufschneiden und mit Wurst, Käse und anderen Köstlichkeiten belegen – wie ein Sandwich. In Scheiben geschnitten, reicht man sie typischer Weise zu Eintopf. Auch auf Partyplatten ist das Baguette immer gern gesehen. Man reißt sich aber auch so ein Stück vom Baguette ab. Geröstete Baguettescheiben werden oft zu Salaten als Beilage serviert. Die Italiener lieben das Baguette mit Tomaten, Mozarella und Olivenöl. Eine weitere Variante des Baguettes ist bei uns das Baguette Brötchen und wird sehr gern gegessen, da es in seiner Form kleiner ist. Das Baguette ist eine vielseitige Beilage, das auch geröstet seine Liebhaber findet.

Foto: lorenzo breig – Fotolia.com

Ähnliche Berichte:

Einen Kommentar schreiben